Workshops

In den ersten Tagen auf dem Camp kannst du an den Workshops und Podiumsdiskussionen teilnehmen und dich über Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Feminismus, Migration oder Wirtschaft informieren und praktische Skills für einen nachhaltigeren Lebensstil lernen. Dafür musst du kein Vorwissen mitbringen. Du willst mehr zu den einzelnen Workshop-Themen, Referent*innen, Küstler*innen oder Diskussionen erfahren? Wir haben eine kleine Vorstellungsreihe gestartet, die wir in den Wochen bis zum Camp laufend ergänzen. Und weiter unten findest du die Workshop-Beschreibungen zusätzlich in chronologischer Reihenfolge.

Neben dem festen Programm gibt es auch viel Raum, den du selber gestalten kannst. So hast du auf dem Camp die Gelegenheit, einen Open space zu gestalten oder dich mit anderen zu einem Thema auszutauschen.

 

Im Anschluss an die Workshoptage finden vom 24. bis 29. August die Aktionstage statt, an denen wir uns mit der Demo Rote Linie  und der Fahrraddemo Tour de [future] am Tagebau für den Klimaschutz und den sofortigen Ausstieg aus dem Klimakiller Braunkohle stark machen.

Workshop-Beschreibungen

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Freitagnachmittag (18.08.)

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Moderation leicht gemacht

(Uhrzeit: flexibel, Dauer: 3 h, max. Teilnehmer*innenzahl: 20)

Gruppentreffen können oft chaotisch, unproduktiv und konfliktgeladen sein – vor allem ohne Moderation. Eine Moderation hilft Treffen zu strukturieren, eine gleichberechtigte Diskussion zu ermöglichen und das Finden von Entscheidungen zu erleichtern. Viele scheuen sich jedoch davor die Moderation zu übernehmen, weil sie sich in dieser Rolle unsicher fühlen und im Umgang mit Konflikten überfordert sind. Im Workshop könnt ihr Moderationsmethoden erlernen und ausprobieren, Erfahrungen im Umgang mit schwierigen Situationen sammeln und eure Rolle als Moderator*innen reflektieren. Auf dem Camp habt ihr sofort die Chance das Gelernte praktisch werden zu lassen und eines der Plena oder andere Veranstaltungen zu moderieren.

Referent: Felix Becker ist ausgebildeter Mediator und langjähriger Trainer in der politischen Bildungsarbeit. Seine Schwerpunkte sind Migration & Flucht, Klimagerechtigkeit und Gewaltfreie Kommunikation. Er liebt Gruppenprozesse und Brot.

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Samstagvormittag (19.08.)

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Ursachen und Folgen des Klimawandels

(10.30-12.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: beliebig)

Hier werdet ihr fit für die nächste Diskussion mit Klimaskeptiker*innen: Was trägt wie stark zum Klimawandel bei? Wie sehen die Klimaszenarien global und für NRW aus? Wie viel Klimawandel ist schon da?

Referent: Alexander Ehl hat sich, nach einer intensiven Zeit als Ehrenamtlicher bei Greenpeace, im Geographie-Studium auf den Klimawandel konzentriert. Als Klimaschutzmanager konnte er sich dann mit E-Auto, Radverkehr, Energiesparen und Mieter*innenstrom beschäftigen.

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Aktion spontan!

(10.30-12.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 15)

Lasst uns laut sein und ohne Worte sprechen.
Lasst uns nehmen, was zuerst kommt und sein, wer wir wollen.
Lasst uns in Gefühle schlüpfen und unsere Köpfe zum Rauchen bringen.
Lasst uns zusammen Geschichten erzählen, Welten basteln und explodierende Maschinen bauen.

Wenn du jetzt spontan „Au ja!“ denkst, dann komm zum Improtheater spielen. Der Workshop ist eine kurze, praktische Reise durch die Grundlagen des Improtheaters, Vorerfahrungen braucht nimensch, viel wichtiger ist der Spaß am Spielen und Ausprobieren.

Referentin*: Wanda spielt seit sechs Jahren Theater, mit verschiedenen Gruppen, am liebsten Improvisiertes, im Alltag und auf Bühnen.

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Samstagnachmittag (19.08.)

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Was ist Klimagerechtigkeit? Was hat mein Konsumverhalten mit Klimagerechtigkeit zu tun?

(15-18 Uhr, Dauer:2,5-3 h, max. Teilnehmer*innenzahl: 25)

Mit diesen Fragen werden wir uns in diesem Workshop beschäftigen, der dir einen Einstieg in den Themenkomplex der Klimagerechtigkeit bietet. Wir werden uns mit der Bedeutung von Klimagerechtigkeit sowie den Ursachen und Folgen von KlimaUNgerechtigkeit auseinandersetzen.
Ein weiterer Fokus wird das Erarbeiten und Aufzeigen von Möglichkeiten sein, wie du und ich einen positiven Beitrag zu mehr Klimagerechtigkeit leisten können.

Referentin: Laura Ullmann

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Arbeitsbedingungen in der Kleiderindustrie

(15-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 20)

Mitmachparcours mit Stationen zu Fragen wie z.B. „Wo und wie wird unsere Kleidung produziert?“, „Wie sehen Lebenswelten von Menschen in den Produktionsländern aus?“ und/oder „Wie können wir – hier und anderswo- gemeinsam Zukunft gestalten?“

Referentin: Bettina Waldt ist Referentin für Globales Lernen und auch in ihrem Alltagsleben sehr an Themen des nachhaltigen Konsums (z. B: Kleidung, Fußbälle und Handys) interessiert. Sie engagiert sich gerne für mehr Zukunftsfähigkeit.

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Gewaltfreie Kommunikation

(15-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 18)

Wir alle kennen Kommunikation, die nicht gelingt. Urteile, Vorwürfe, Diagnosen, Bewertungen – solche und andere Kommunikationssperren sorgen dafür, dass keine echte Verbindung aufgebaut werden kann. Unsere Art zu sprechen führt oft zu Verletzungen und Distanz. Dies hat viel mit Denken in Begriffen wie Schuld, Recht und Unrecht zu tun. So erreichen wir über Kommunikation nur selten das, was wir wünschen. Wie aber kann Kommunikation gelingen? Die Gewaltfreie Kommunikation zielt auf Kooperation statt Konkurrenz, Mitgefühl statt Vorwurf und Schuldgefühl. Somit wird eine kreative Suche nach Lösungen mögliche, welche die Bedürfnisse aller im Blick haben.

Der Workshop bietet eine mit vielen praktischen Übungen gespickte Einführung in das vom Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickelte Kommunikationsmodell Gewaltfreie Kommunikation (GFK). Der gesellschaftskritische Ansatz zeigt Perspektiven auf, was es für eine friedliche und zukunftsfähige Welt braucht.

Referent: Felix Becker ist ausgebildeter Mediator und beschäftigt sich seit über sieben Jahren mit Gewaltfreier Kommunikation. Als Bildungsreferent bei der BUNDjugend NRW organisiert er eine Multiplikator*innen-Schulung zu den Themen Migration, Flucht und Umwelt.

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Welthandel für Anfänger*innen

(15-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 20)

Wie frei ist Freihandel? Warum regen sich alle über TTIP und CETA auf? Wer hatte die Idee mit der WTO? Was hat Handel mit Umweltschutz zu tun? Und sind Chlorhühnchen wirklich unser größtes Problem? Drei Stunden beschäftigen wir uns mit den aktuellen Diskussionen zu (Welt-)Handel und denken über konstruktive und utopische Lösungen nach. Alles was ihr braucht ist Diskussionsbereitschaft und keine Angst vor Abkürzungen.

Referent*innen: Rike und Niklas, zwei kritische Ökonom*innen

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Sonntagvormittag (20.08.)

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Den sozialen Handabdruck vergrößern, den ökologischen Fußabdruck verkleinern – der Germanwatch HandPrint

(10.30-13.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 30)

Selbst nachhaltig leben ist top, aber wir können mehr bewirken.

Referent: Stefan Küper ist NRW-Fachpromoter für Klima und Entwicklung sowie Pressesprecher bei Germanwatch. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation engagiert sich für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen, ein Schwerpunkt ist Klimaschutz.

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Migration, Flucht, Asyl

(10.30-13.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 25)

Was ist eigentlich Migration? Wer migriert wann, wohin und warum? Wie leben Asylsuchende in Deutschland? Welche Rechte und Probleme haben sie und wie können sie in die Gesellschaft eingebunden werden? Wir beleuchten weltweite Migrationsbewegungen und werden einen Blick auf die Asylpolitik der EU und Deutschlands werfen.

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Was ist Feminismus?

(10.30-13.30 Uhr, Dauer: 2-3 h, max. Teilnehmer*innenzahl: beliebig)

Ein kleiner Einblick in die etwas unbekannte Welt hinter dem so bekannten Wort – FEMINISMUS: Begriff, Geschichte, Ausrichtungen, Gruppierungen, Ereignisse, Errungenschaften, Persönlichkeiten uvm… Ein Workshop zum Zuhören, Mitmachen und Diskutieren!

Referentin: Leah ist sowohl in der Bildungsarbeit als auch in der Feminismus- und Anti-Sexismus-Arbeit in verschiedenen Gruppen in Köln und Duisburg aktiv. Außerdem ist sie gerne Erdnüsse.

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Stammtischkämpfer*innenausbildung

(10.30-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 25)

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit dem Arbeitskollegen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen lassen.
Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin! Dabei ist klar: Der Stammtisch ist überall: An der Kasse des Bio-Supermarktes, auf dem Spielplatz, in der Bahn oder in der Uni-Lerngruppe. Aber: Wir sind auch überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen ein Zeichen setzen, die Stimmung in unserem Umfeld beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben.
Dazu wollen wir uns in Trainings mit Strategien beschäftigen, die uns ermöglichen, den rechten Parolen Paroli zu bieten. Wir wollen gängige rechte Positionen untersuchen und wir wollen gemeinsam üben, das Wort zu ergreifen und für solidarische Alternativen zu streiten statt für Ausgrenzung und Rassismus.

Referent: Marc Pähler ist bei den Jusos aktiv und engagiert sich seit Anfang 2016 bei dem bundesweiten Bündnis Aufstehen gegen Rassismus.

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Sonntagnachmittag (20.08.)

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The EU climate package and the EU’s fair share

(15-16.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: beliebig, Workshop-Sprache: Englisch)

In this workshop, we will take a closer look at EU climate policy. We will hear about the current proposal for the EU’s climate and energy package and how it can still be changed in the next year. We will also talk about climate justice and what Europe’s fair share of climate action should be. Is the EU’s proposed climate and energy package ambitious enough to meet the EU’s fair share? We will find out in this workshop.

Referentin: Molly Walsh arbeitet als Expertin für Erneuerbare Energien und Campaignerin für Klimagerechtigkeit bei Friends of the Earth Europe in Brüssel.

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Schaffen Gerichte globale Klimagerechtigkeit? Der „Fall Huaraz“ (Saúl gegen RWE)

(15-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 40)

Huaraz in Peru wird von einem durch den Klimawandel wachsenden Gletschersee bedroht. Dort lebt Saúl Luciano Lliuya mit seiner Familie. Er klagt gegen einen Hauptverursacher: RWE.

Referent: Stefan Küper ist NRW-Fachpromoter für Klima und Entwicklung sowie Pressesprecher bei Germanwatch. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation engagiert sich für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen, ein Schwerpunkt ist Klimaschutz.

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En blanco y negro: Rassismus und Bias in der Migrationsgesellschaft

(15-17.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 16)

Eine (persönliche) Reflexion und offene Diskussion zu verschieden Formen des Rassismus: Alltagsrassismus als implizite Diskriminierung und institutioneller Rassismus, der über den Wert der Menschen und ihren Zugang zu Ressourcen bestimmt.

Referentin: Angelica Garcia ist Deutsche und Migrantin, arbeitet als Referentin für Globales Lernen und setzt sich mit dem Thema „Rassismus“ täglich auseinander: mit der selbstkritischen Reflektion ihrer eigenen Bias, in ihrer Bildungsarbeit und als betroffene „Fremde“

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Montagvormittag (21.08.)

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Wie geht Energiewende?

(10.30-13.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: unbegrenzt)

Ein Gespräch zum Austausch über Notwendigkeit, technischen Umsetzung und aktuellen Entwicklung der Energiewende.

Referent: Rolf Ahlers, seit vielen Jahren aktiv beim BUND als Experte für Regenerative Energietechnik, Energiewende und Klimaschutz.

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Folgen des Handybooms für Mensch und Umwelt

(10.30-12.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 15)

Kaum ein Produkt enthält so viele verschiedene Rohstoffe wie ein Smartphone. Für ihren Abbau wird Natur zerstört, Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage oder leisten in den Minen gesundheitsgefährdende Arbeit. Wie ist Veränderung möglich?

Referentin: Eva-Maria Reinwald ist Politikwissenschaftlerin. Als Fachpromotorin für Globale Wirtschaft und Menschenrechte beim SÜDWIND-Institut in Bonn arbeitet sie zu Menschenrechtsverletzungen in weltweiten Lieferketten, u.a. in der www.handyaktion-nrw.de

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Aktionsworkshop und Ad-Busting zu Smartphones und IT

(12.30-13.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 25)

Wir wollen mit Aktionen auf die Produktionsbedingungen und Umweltbelastung der IT-Bereich-Branche aufmerksam machen, z.B. auf Messen wie der CEBIT. Eine Möglichkeit wäre durch Ad-Busting, ein Fake-Produkt oder was Euch noch einfällt.

Referent: Almut Ihling von Weed e.V., der Verein setzt sich seit 1990 dafür ein auf globale Zusammenhänge in Wirtschaft, Finanzen und Umwelt aufmerksam zu machen. Seit 2014 gibt es das Projekt „Die Handy Connection“, ein Projekt zur Lieferkette und Entsorgung von Smartphones.

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Frauen* und Frauenbilder in der extremen Rechten

(10.30-13.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 20)

Kinder kriegen und die Männer unterstützen, das ist die Aufgabe der Frau im rechten Weltbild, oder? Wir gehen mit euch der Frage nach, wie da Frauen wie Petry oder Zschäpe hineinpassen, die viel mehr sind als das. Rechter Sexismus: Aus und vorbei?

Referent*innen: Rebbe ist aktivistische Feministin, studiert Soziologie und ist in der politischen Bildungsarbeit aktiv. Manu hat Gesellschaftstheorie studiert und beschäftigt sich neben Feminismus viel mit Technik in der Gesellschaft.

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Youth Leadership – Wandelgestaltung

(10-18 Uhr, Dauer: 3-6 h, max. Teilnehmer*innenzahl: 20)

Du kannst mit deinen visionären Ideen Möglichkeiten für andere schaffen und ihre Talente entfalten. Schauen wir auf unsere Welt mit Liebe und Interesse, so wird Wandelgestaltung eine Kunst.

Referent: Ben Spazierer ist normalerweise Zauberstabmacher. Er liebt es aber auch junge Menschen auf ihrem Weg zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu begleiten.

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Montagnachmittag (21.08.)

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Fluchtursache: Klima

(15-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 20)

Über 65 Mio. Menschen sind auf der Flucht – so viele wie nie zuvor. Wir nehmen die Fluchtursachen unter die Lupe. Welche Ursachen haben die weltweiten Migrationsbewegungen? Was haben Welthandel, Umwelteinflüsse und der Klimawandel damit zu tun? Und inwiefern tragen „wir“ als globaler Norden zu diesen Fluchtursachen bei?

Referent*innen: Maren Becker ist Aktivistin im Bereich Flucht und Migration. Sie engagiert sich unter anderem als Trainerin bei der BUNDjugend und beim Netzwerk für Demokratie und Courage. Sie ist studierte Ethnologin, backt gerne und organisiert ehrenamtlich Deutschkurse und Frauencafés.

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Global denken, lokal handeln: Wie setze ich die SDGs tatsächlich um?

(15-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 15)

Die SDGs sind abstrakt formuliert – wir wollen aber konkrete Aktionen, Projekte und Initiativen vor Ort durchführen. Im Workshop schauen wir uns die Grundlage des Projektmanagements an und lernen erfolgreiche Vorhaben vorzubereiten und umzusetzen.

Referent: Michael arbeitet für die Lokale Agenda 21 Trier und begleitet dort Nachhaltigkeitsprojekte. Da Veränderung immer von vielen ausgeht, bietet er als freier Bildungsreferent stark teilnehmerorientierte Workshops und Veranstaltungen zum Mitgestalten an.

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The True Cost of Coal – Interaktiver Vortrag mit dem faszinierenden Kunstwerk des Beehive Collective

(15-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 20)

Kindern erzählt man Geschichten damit sie einschlafen – Erwachsenen damit sie aufwachen: Das Banner des Beehive Collective, ein Künstler*innen-Kollektiv aus den USA, zeigt die Entstehung der Kohle, ihre Gewinnung und deren Folgen, sowie den vielfältigen Widerstand und gelebte Alternativen. Bei dem Workshop hast Du die Chance in die Geschichten des Protest von den Appalachen bis hin zum Protest im Rheinland einzutauchen und ein Teil des ganzen zu werden!

Komm vorbei und tauche in die faszinierenden Geschichten des „True Cost of Coal-Banners“ ein. Lasst uns beginnen. Jetzt oder nie! Immer weiter Richtung Utopie.

Referentin: Lynn Marquardt

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Dienstagvormittag (22.08.)

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Internationale und deutsche Klimapolitik

(10.30-13.30 Uhr, Dauer: 2,5-3 h, max. Teilnehmer*innenzahl: 20-30)

Wie bekämpfen Länder den Klimawandel? Welche Verantwortung haben Industriestaaten? Wie setzt z.B. Deutschland seine Pläne um? Jana & René geben einen Einblick in die deutsche und internationale Klimapolitik und zeigen, was Klimaschutz (un)möglich macht.

Referent*innen: Jana und René sind Teil der Klimadelegation des Jugendbündnisses Zukunftsenergie und beschäftigen sich seit mehreren Jahren in Studium und Beruf mit den Themen Klima(politik), Nachhaltigkeit und Umweltfragen.

Degrowth in Bewegung(en) – alternative Wege zur sozial-ökologischen Transformation

(10.30-12.30 Uhr, Teilnehmer*innenzahl: 20-40)

Der Workshop bietet die Gelegenheit, verschiedene soziale Bewegungen kennenzulernen und über Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu diskutieren. Wie können Brücken zwischen verschiedenen Bewegungen gebaut werden? Wie können wir gemeinsame Projekte, Aktionen und Kampagnen für ein gutes Leben für alle entwickeln?

Referentin: Nina Treu arbeitet beim Konzeptwerk Neue Ökonomie und ist Mitherausgeberin des Buchs „Degrowth in Bewegung(en)“.

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AntiRa – Workshop – Bilder im Kopf

(10.30-13.30 Uhr, Dauer: 2-3 h, max. Teilnehmer*innenzahl: 20)

Deutschland ist heterogen und bunt – aber frei von Diskriminierung? Im AntiRa-Workshop wird über Rassismus, Diskriminierung und die eigenen Bilder im Kopf diskutiert. Ziel ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen Denken und Handeln.

Referent: Ali Sirin ist Diplom-Sozialwissenschaftler, AntiRa-Trainer und arbeitet beim Planerladen e.V. in Dortmund.

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Dienstagnachmittag (22.08.)

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Ziviler Ungehorsam als legitime Protestform?

(15-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 25)

Beim Klimaschutz läuft uns die Zeit davon. Welche Rolle spielt deshalb ziviler Ungehorsam als Protestform? Das wollen wir gemeinsam mit euch kritisch diskutieren. Wann und in welcher Form sind Regelübertritte legitim – und wann sind sie notwendig?

Referent*innen: Lara und Paul sind Aktionstrainer*innen im Netzwerk skills for action und bereiten Leute auf Aktionen zivilen Ungehorsam vor.

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Sozial, ökologisch und ökonomisch gut – Die Gemeinwohl-Ökonomie

(15-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 50)

Welchen Einfluss übt der Mensch durch seine Wirtschaftsweise auf das soziale Miteinander, auf Wasser, Luft, Boden, Tiere, Pflanzen und damit letztlich wieder auf sich selbst aus? Sind wir damit zufrieden oder soll mehr Nachhaltigkeit in unserer Mitwelt einkehren? Wie kann es anders gehen? Wie kann die gesellschaftliche Wirkung unseres Handelns gemessen und verglichen werden? Vorgestellt wird dies am Lösungsansatz der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ).

Referent*innen: Rolf Weber, Vorsitzender Bürger-Energie-Genossenschaft www.beg-58.de, und in Anbetracht der falschen Zielsetzung unseres derzeitigen Wirtschaftssystems seit 2012 aktiv in der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung.
Beate Petersen engagiert sich beruflich als Diplom-Finanzwirtin in der NRW-Finanzverwaltung und ist ehrenamtlich – vernetzend – aktiv, z.B. als Gremienmitglied in der BUND-Kreisgruppe Wuppertal, sowie regional und bundesweit zur BürgerEnergie und – ebenfalls seit 2012 – in der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung, dort netzwerkend und hauptverantwortlich für die GWÖ-Bilanz der BEG 58.

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Deutsche Kolonialgeschichte

(15-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 15-18)

Anhand von Original-Quellenmaterial werden wir die deutsche Kolonialgeschichte und aktuelle Kontroversen erkunden. Dabei werden wir u.a. ökonomische Motivationen und ökologische Auswirkungen sowie daraus resultierende Migrationsprozesse thematisieren.

Referent: Stefan Zollhauser, Historiker und Stadtspaziergänger. Er arbeitet gerne zur Alltagsgeschichte gewöhnlicher (meist armer) Menschen und zu umwelthistorischen und (post-)kolonialen Fragen. www.berliner-spurensuche.de

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AntiRa – Workshop – Bilder im Kopf

(15-18 Uhr, Dauer: 2-3 h, max. Teilnehmer*innenzahl: 20)

Deutschland ist heterogen und bunt – aber frei von Diskriminierung? Im AntiRa-Workshop wird über Rassismus, Diskriminierung und die eigenen Bilder im Kopf diskutiert. Ziel ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen Denken und Handeln.

Referent: Ali Sirin ist Diplom-Sozialwissenschaftler, AntiRa-Trainer und arbeitet beim Planerladen e.V. in Dortmund.

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Mittwochvormittag (23.08.)

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Globale Gerechtigkeit geht anders: Entwicklungspolitik in der Kritik

(10.30-13.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: beliebig)

Wieso wächst globale Ungleichheit? Gibt es Kipp-Punkte, die gar nicht überwunden werden sollen, da dies die globale Mächtearchitektur und Rollenzuschreibungen neu ordnen würden? Und was haben die letzten 500 Jahre Geschichte damit zu tun?

Referent: Serge Palasie ist Afrikanist, Mitbegründer der African Students Association Köln und arbeitet seit 2011 im Eine-Welt-Promotor*innenprogramm. Seit 2016 ist er beim Eine Welt Netz NRW als Fachpromotor Flucht, Migration und Entwicklung tätig.

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Der Kohle den Geldhahn abdrehen

(10.30-12 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: unbegrenzt)

Wie Banken und Investoren die Expansion der Kohleindustrie weltweit finanzieren, welche Institute bereits erste kohlefreie Schritte machen und wie wichtig dieses „Divestment“ ist – darum soll es im Workshop gehen.

Referentin: Kathrin Petz ist Kampeignerin zu Kohle und Banken bei urgewald

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Werde Klimaagent*in!

(10.30-13.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 12)

Die Minimultischulung bereitet dich darauf vor, in deinen Netzwerken Workshops zum Thema Klimagerechtigkeit und klimabedingte Migration zu geben. Es werden interaktiven Methoden vermittelt, mit denen du mit viel Spaß und Freude Inhaltliches weitergeben kannst. Also komm vorbei, werde Klimaagent*in und streue dein Wissen!

Referentin: Elisa Klumb leitet das BUNDjugend Projekt „Klima gerecht schützen“ und bildet in diesem Rahmen Klimaagent*innen aus. Ansonsten lebt sie mit ihrer Hündin in einem politischen Hausprojekt.

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Mittwochnachmittag (23.08.)

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Mobilitätswende in deiner Stadt – Lastenradverleih und TransitionTown

(15-17.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: 20)

In deiner Stadt soll mehr Fahrrad und weniger Auto gefahren werden? Du möchtest einen freien Lastenradverleih in deiner Stadt haben? Dann bist du richtig beim Workshop „Mobilitätswende in deiner Stadt“. Wir entdecken, wie einfach es ist, einen freien Lastenradverleih aufzubauen, und wie die TransitionTown-Bewegung frischen Wind in Städte bringt. Wir sammeln gute Beispiele wie ParkingDays, Stadtwandel-Rundgänge, Gehweg-Frei-Initiativen.

Mach mit und wandel deine Stadt!

Referent: Martin Huth (37) aus Darmstadt. Er engagiert sich für die Energie- und Mobilitätswende, sowie für ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Er freut sich auf eine inspirierende und motivierende Zeit beim Camp.

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NATUR – MENSCH – DEMOKRATIE

(15-18 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: beliebig)

Die Natur braucht unsere Hilfe. Jeder Mensch, d.h. wir alle sind heute verantwortlich für den Zustand unserer Welt. „Wie können wir die gestalterische Verantwortung für die Tiere, die Natur, für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie wahrnehmen?

Deutlich ist, wir müssen unsere Zuschauerrolle verlassen und hier in Deutschland anfangen, die Verantwortung für unsere Entscheidungen selbst zu übernehmen.

Referent*innen: Michael von der Lohe, Brigitte Krenkers und Freya Lintz vom OMNIBUS. Der OMNIBUS ist eine Aktion aus der Kunst. Wir haben in diesem Jahr die Aktion „ich will abstimmen – Wählen und Nichtwählen reicht nicht“ gestartet. Ziel unserer Arbeit ist eine menschenwürdige Zusammenarbeit aller und damit die Heilung der Natur im Ganzen.

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Mittwochabend (23.08.)

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„Vertrieben durch den Tagebau – Die persönliche Geschichte eines Zwangsumsiedlers“ ODER „Was der Tagebaubetreiber nicht erzählt“

(20-21.30 Uhr, max. Teilnehmer*innenzahl: beliebig)

Seit 35 Jahren hängt ein Damoklesschwert über meiner Heimat. Was macht es mit Menschen, die ohnmächtig mit ansehen müssen, wie Stück für Stück die persönlichste Umgebung zerstört wird. Das Geburtshaus, die Schule, das Elternhaus.

Referent: Norbert Winzen lebt in Keyenberg, wo er vor 50 Jahren geboren wurde. Der Ort verschwindet gerade für immer von der Landkarte. Die Verhandlungen mit dem Tagebaubetreiber sind surreal.

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