Programm

Workshops, Festival und Aktion! Auf dem Camp erwartet dich ein buntes Programm mit theoretischen und praktischen Workshops, Partys und Konzerten sowie gemeinsamen Aktionen

Programmübersicht

In Kürze findest du hier auch ein detailliertes Programm mit allen Workshops, Diskussionen und Konzerten. Wenn du mehr über die einzelnen Workshops, Diskussionen und Konzerte erfahren möchtest, dann schau dich unter Aktuelles um. Dort stellen wir dir in den nächsten Wochen das Programm im Detail vor.
Hier kannst du dir den Wochenplan genauer anschauen: Programm

17.-23.August: Workshops und Exkursionen

In den ersten Tagen auf dem Camp kannst du an den Workshops teilnehmen und dich über Zukunftsthemen wie Klimaschutz, Feminismus, Migration oder Wirtschaft informieren und praktische Skills für einen nachhaltigeren Lebensstil lernen. Dafür musst du kein Vorwissen mitbringen. Zusätzlich zu den Workshops gibt es die Gelegenheit, bei Exkursionen zum Kohletagebau das Ausmaß der Landschaftszerstörung mit eigenen Augen zu sehen.

24.-26. August:

Fahrraddemonstration der BUNDJugend NRW um den Tagebau Hambach
– Cool biken statt coal liken! –

Wann: Freitag den 24.08.18, Start um 11 Uhr
Wo: Start an dem S-Bahnhof Kerpen-Buir

Die Fahrraddemo geht fast 50km um den Braunkohletagebau Hambach. Und dies ist nur einer der größten Tagebaue Deutschlands und gleichzeitig einer der größten CO2–Quellen Europas. Dies ist erschreckend sehenswert. Lasst uns diese Strecke gemeinsam fahren, um zu zeigen: Bis hier hin und nicht weiter – Wir fordern den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle, eine Zukunft OHNE fossile Brennstoffe und MIT klimafreundlicher Mobilität. Schwing dich aufs Rad und strampel für die Zukunft.
Inklusive Zwischenstopps mit Redebeiträgen und wohltuender veganer Essenspause.

Auf gehts, wir freuen uns auf dich!
Fight the coal – ride the Hole!

 

Critical Rave

Am 25. August von 15 – 18 Uhr, mit Start auf dem Kölner Ebertplatz, wird ein toller und bunter Critical Rave vom Aktionsbündnis aus der BUNDJugend NRW, Open Globe – Junges Engagement Im Eine Welt Netz NRW, Grüne Jugend Köln und Linksjugend [’solid] Köln veranstaltet.

Wir tanzen für eine gerechte Zukunft! Dabei stehen wir für ein Leben ohne Braunkohle und Atomenergie, für eine Umwelt, die geschützt wird, für Brücken statt Grenzen, fürs Geben statt Nehmen, für Menschen und eine Welt der Gerechtigkeit – und das weltweit!
Denn es gibt keinen Planeten B und um den einen zu schützen, müssen wir uns im Ganzen mit aller Kraft für ihn einsetzen.
Dance for future und werde Teil des critical raves. Wofür stehst du? Was bewegt dich? Mach mit und lass deinen Mut oder Wut, deine Frust oder Lust bei dem critical Rave durch das Tanzen für unsere Zukunft heraus!
-Für Verantwortung ohne Abschottung.
-Verantwortung für den Friedhof im Mittelmeer.
-Verantwortung für das Klima. – Kohleausstieg jetzt!
Zeig dich bunt. Zeig dich kreativ. Zeig dich laut.

Workshopbeschreibungen:

Antirassismus-Training

Referent*innen: Madani A., Marie H. und Shayan B.
In der Bahn, auf der Arbeit, in der Schule, auf der Straße, mit Freund*innen oder in der Familie – wer hört sie nicht? Aussagen, die irgendwie… nicht in Ordnung klingen? Die aber „nicht böse gemeint sind“! Oftmals bemerken wir erst nach dem Gespräch, dass es rassistisch war, was wir dortgehört haben.
Rassismus zu erkennen – bei uns selber, wie auch bei unseren Mitmenschen – und sich aktiv dagegen zu stellen, wollen wir in diesem Workshop gemeinsam trainieren, um zu mehr Bewusstsein, Solidarität und Sicherheit beizutragen.
Die Referent*innen Madani A., Marie H. und Shayan B. sind unter anderem bei der BUNDjugend NRW aktiv und nehmen an der Multi-Schulung Flucht teil.


Der Klimawandel, seine Folgen und was wir dagegen tun können

Referent: Alexander Ehl
Ihr möchtet fit für die nächste Diskussion mit Klimaskeptiker*innen werden? Hier lernt ihr, welche wissenschaftlichen Belege es für den Klimawandel gibt und mit welchen Klimafolgen wir für die Zukunft rechnen müssen. Auch bereits sichtbare Klimafolgen aus unserer Region werden vorgestellt. Zu guter Letzt möchte ich tolle Projekte zeigen, durch die CO2-Emissionen eingespart werden.
Alexander Ehl war lange ehrenamtlich in Umweltschutzorganisationen tätig und arbeitet zurzeit als Klimaschutzmanager in der Öffentlichen Verwaltung


Umweltpsychologie für Klimaaktivist*innen

Referentin: Eva Junge – Wandelwerk FH Münster
In unserem Workshop führen wir ein umweltpsychologisches Modell ein, das euch helfen soll, individuelles Handeln und Denken in Bezug auf Umweltthematiken besser zu verstehen. Gemeinsam diskutieren wir, wie sich das Wissen umsetzen lässt, und arbeiten konkrete Ableitungen für eure Projekte und auch für euer eigenes Handeln aus. Dies ergänzen wir mit wissenschaftlichen Studien und Beispielen aus der Praxis.


Was kostet die Kohle?

Referent: Wilm Görlich – Informationsbüro Nicaragua
Mit Hilfe des Mosaikposter “The True Cost of Coal”, das den Kohleabbau in den Appalachen (USA) dastellt, werden wir uns in diesem Workshop dem Thema Klimagerechtigkeit auf eine andere Art nähren und die Verbindung von Kolonialismus, Kapitalismus und Klimawandel ziehen.


Gewaltfreie Kommunikation

Referent: Felix Popescu – BUNDjugend NRW
Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) zeigt Wege auf, eine Verbindung zu den eigenen Bedürfnissen sowie einen wertschätzenden und einfühlsamen Kontakt zwischen Menschen herzustellen. GFK zielt auf Kooperation statt Konkurrenz, Mitgefühl statt Vorwurf und Schuldgefühl. Somit wird eine kreative Suche nach Lösungen möglich, welche – global gesehen – die Bedürfnisse aller Menschen und der Umwelt im Blick haben.
Der Workshop bietet eine mit kleinen praktischen Übungen gespickte Einführung in das vom Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickelte Kommunikationsmodell und wirft auf, wie es zur Bekämpfung globaler Probleme genutzt werden kann.
Felix Popescu ist langjähriger Trainer in der politischen Bildungsarbeit, ausgebildeter Mediator und  Bildungsreferent der BUNDjugend NRW.


Talking about FEMINISM

Referentin: Leah Lorke
Fast überall wird über Feminismus geredet: in Talk-Shows, Straßenprotesten, Oskar-Reden, und natürlich auf fast jeder Internet Plattform. Aber was ist Feminismus eigentlich? Woher kommt das und was heißt das überhaupt?
Wir reden auch über Feminismus! In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit den Grundlagen rund um Geschichte, Politik, Begriffe, Philosophien und Bewegungen. Dieser Workshop ist offen für Diskussion und Beteiligung. Menschen aller Geschlechter sind willkommen.
Almost everybody seems to be talking about feminism: Talk shows, street protests, Oscar speeches, and of course nearly every internet platform. But what is feminism though? Where does it come from and what does it mean?
Let’s talk about feminism too! In this workshop we will take a broad look back to the basics on feminism’s history, politics, vocabulary, philosophies and movements. This workshop is open for discussion and participation. People of all genders are welcome.



Klima und soziale Gerechtigkeit

Referentin: Julia Mohr – Gemeinschaftsgarten Tante Albert, Dortmund
Was hat Klimawandel mit sozialer Gerechtigkeit zu tun? Was bedeutet Klimagerechtigkeit? Um diese Fragen zu beantworten wollen wir uns anschauen, wer Klimawandel verursacht und wer die Folgen davon trägt und was Herrschafts- und Diskriminerungsgefälle damit zu tun haben. Wie können wir Empathie und Weltoffenheit fördern, für globale Zusammenhänge und die betroffenen Menschen? So wollen wir auch verstehen, warum die Forderung nach einem Systemwandel immer lauter wird. und überlegen, wie wir diesen erreichen können.


How to do „Energiewende“ (So geht Energiewende)

Referent: Dr.-Ing. Rolf Ahlers – stellv. Sprecher des Bundes-AK Energie des BUND e.V.
Es wird die Notwendigkeit einer schnellen Energiewende in Deutschland dargelegt.
Es wird gezeigt, was technisch und gesellschaftlich/politisch in Deutschland dafür gemacht werden muss und wie es gemacht werden kann. Weiter wird im Workshop besprochen, was jede*r einzelne machen kann, um seinen persönlichen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz zu leisten.



Fragend gehen wir voran! Was können wir lernen – von und mit den Zapatistas

Referent*innen: Heike Kammer und Luz Kerkeling
Der zapatistischen Bewegung ist es seit 1994 in Chiapas/Südmexiko gelungen, sich aus sklaverei-ähnlichen Lebensbedingungen zu befreien. Seitdem bauen die Aktivist*innen unabhängige Strukturen in den Bereichen Agrarökologie, Bildung, Gesundheit, Frauenrechte, Medien, Produktion, Rechtsprechung und Selbstverwaltung auf. Sie führen dies seit nunmehr 24 Jahren erfolgreich ohne paternalistische Einmischung des mexikanischen Staates, internationaler Organisationen wie IWF oder Weltbank oder „Entwicklungshilfeprojekte“ dominanter Staaten und Konzerne durch. Der emanzipatorische Autonomieprozess der zapatistischen Bewegung ist weltweit einzigartig – gleichzeitig aber mit vielen Bewegungen global vernetzt.
Wichtige Schwerpunkte im Kampf der Zapatistas sind die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln durch Subsistenzwirtschaft, die Schulung der eigenen Basis u.a. in den Bereichen der Agrarökologie oder der Gesundheitsversorgung, die Ablehnung kapitalistischer, patriarchaler und umweltschädlicher Projekte, der Aufbau von ökologisch-solidarischen Kooperativen (z.B. im Kaffee- oder Kunsthandwerksbereich), die globale und interkulturelle Vernetzung mit vielen unabhängigen sozialen Bewegungen sowie eine konsequente Ablehnung ausbeuterischer politischer und ökonomischer Mechanismen, darunter so genannte „Freihandelsabkommen“ (die häufig Umwelt- und Sozialrechte außer Kraft setzen) oder zweifelhafte Projekte wie die Produktion von Palmöl, Tagebau oder Massentourismus.
Heike Kammer lebte und arbeitete 6 Jahre lang im internationalen Friedensdienst SIPAZ in Chiapas Mexiko. Luz Kerkeling lebt und arbeitet häufig in Chiapas/Mexiko und arbeitet dort als Menschenrechtsbeobacher, Sozialforscher und Filmemacher.


Welthandel für Anfänger*innen

Referent*innen: Friederike Hildebrandt und Niklas Döbbeling
Noch vor einem Jahr gingen Tausende gegen CETA und TTIP auf die Straße, heute regen sich alle über Trumps protektionistische Politik auf… wie soll man da den Überblick behalten? Unser Workshop soll den Teilnehmenden näherbringen, wer heute Handelspolitik macht, warum es Freihandelsabkommen gibt und wieso manche davon nichts wissen wollen. Wir möchten grundlegende Konzepte diskutieren und den  Teilnehmenden die Möglichkeit geben, sich zu aktuellen Entwicklungen eine eigene Meinung zu bilden.

Friederike Hildebrandt ist Masterstudentin in International Development Studies in Marburg, arbeitet mit dem ILA-Kollektiv an einem Projekt zur solidarischen Lebensweise und hat im vergangenen Jahr ein Praktikum bei PowerShift in der Abteilung Handel gemacht. Niklas Döbbeling ist Masterstudent in International Economics in Göttingen und engagiert sich in der Hochschulgruppe Kritische Wirtschaftswissenschaften.



Nicht voRWEg erkranken und sterben! -Wie Braunkohle-Feinstaub & Co unsere Gesundheit gefährden-

Referent: Christian Döring – Kinderarzt, wanna colonia & pumona c/o gesundheitsladen köln
In diesem Workshop machen wir eine giftige Reise mit den Rußpartikeln und Stickoxiden aus den Schloten der Braunkohlekraftwerke über unsere Lungen in unsere Körper. Wie können wir die Gefahr erkennen? Wie können wir uns wehren? Was ist bitteschön eine Atemgiftambulanz? Schlaue Umweltmedizin mal ganz anders…


Alternative Wohnkonzepte

Referentin: Julia Mohr – Gemeinschaftsgarten Tante Albert, Dortmund
Im Rahmen des Workshops soll herausgearbeitet wie alternative Wohnkonzepte mit intergenerativen, sowie interkulturellen Formen des Miteinanders verbunden werden können. Gleichzeitig können neue Techniken für nachhaltige und ressourcensparende Wohnmöglichkeiten in die Diskussionen eingebunden werden.
Dies soll im Abgleich mit drängenden Fragen eines Wohnraumangels in Ballungsräumen und dem Recht auf Stadt geschehen., denn wohnen ist politisch.



Dome-Talk

Referent*innen: Jörg Eichenauer – mehr Demokratie e.V. NRW ; Anne Hardt – Democracy International
Um die europäische Idee zu stärken, brauchen wir ständig neue Ideen und Initiativen, die Brücken bauen. Nur durch eine offene Debatte können wir ein demokratischeres Europa entwickeln. Deshalb haben wir gemeinsam mit Democracy International, der IG-EuroVision und der European Credit Initiative das Projekt „European Public Sphere“ gestartet, das die Diskussion über die Zukunft der EU in den öffentlichen Raum zurückbringen will.
• Wie wollen wir unser Gemeinwesen im 21. Jahrhundert gestalten?
• Was sind die Entwürfe für eine europäische Demokratie?
• Wie kann Umweltschutz im europäischen Kontext gestaltet werden?
• Was für Zusammenhänge gibt es im europäischen Kontext zu Migration und Klimagerechtigkeit?


Rap4Future

Referent: Frederik Schreiber (M. A. Sprach- und Kulturwissenschaften)
Im Rap-Workshop geht es darum, das Thema Ökologie und Nachhaltigkeit von einer   kreativengestalterischen Seite aus zu behandeln. Mittel Rap als ‚Kreativwerkzeug‘ soll eine  Auseinandersetzung mit gegenwärtigen ökologischen Themen, gerade im Kontext des Hambacher Forst, gefunden werden.
Frederik Schreiber alias Schlakks hat bereits eine Handvoll Tonträger veröffentlicht und tourt damit regelmäßig durch die Republik. Neben seinem musikalischen Schaffen gibt er Workshops zu Themen des Schreibens, Rappens und ist Gast-Dozent an der TU Dortmund.



Bündnismobil ausbauen

Referent: Gerhard Kern
Das Bündnismobil ist ein historisches Rettungs-/Feuerwehrfahrzeug, das von einem Bündnis  umweltengagierter Gruppierungen im Rheinland getragen und betrieben wird als Info-Fahrzeug bei Klima-  und Umweltschutzorientierten Veranstaltungen und Aktionen. Es dient einerseits als aufmerksammachendes  Transportfahrzeug für Infomaterial, gleichzeitig als fahrbare Ausstellungsfläche für Plakate, Poster u.ä.. Der Workshop während des Camp for [future] führt junge Menschen durch konkret handwerkliches Tun beim  Ausbau des Mobils an die verschiedenen Thematiken heran, für die das Mobil steht und verbindet so klimapolitische Bildung mit handwerklich-praktischer Auseinandersetzung in der Gruppe mit Material, Aufgabe und Ergebnis.
Der Leiter des Workshops Gerhard Kern ist in vielerlei Hinsicht geeignet für dieses Angebot. Er ist in der Klima- und Umweltschutzbewegung im Rheinland aktiv, er hat ein langes Berufsleben als Supervisor und Organisationsberater hinter sich, wurde früh handwerklich ausgebildet mit Industrieerfahrung und ist als  examinierter Werklehrer auch pädagogisch kompetent.


Improtanz

Referentin: Iris Schmidt
Tanzen, tanzen, tanzen- du folgst deinem eigenen Herzschlag und entscheidest, ob du dem Impuls der Leitung folgen willst oder nicht. Es gibt kein Falsch, kein Richtig. Die Freude am Tanzen steht im Vordergrund. Die Wahrnehmung und das Bewusstwerden des Augenblicks sind das Ziel. Denn wer sich seiner/ihrer bewusst ist, kann Entscheidungen treffen und seinen/ihren weiteren Weg selbstbestimmt und passend wählen. Ein weiteres Kreativwerkzeug, um seinen Ideen Ausdruck zu verleihen, wird hierbei erprobt.
Infos auf: www.dandari-tanz.de und www.caloreira.de



Theater. Performance. Aktion.

Referent: Danny Friedrich
Von einer ersten Idee zum (für mich) passenden Aktionsformat… Mit Kraft und Leichtigkeit erforschen wir in diesem einführenden Workshop, was das Theater eigentlich hergibt, um dem, was wir sagen wollen, Ausdruck zu verleihen. Wie kann eine „kreative Aktion“ aussehen? Was tragen Figur, Inszenierung, Szene, Performance usw. dazu bei?
Dabei geht es aber auch um eine Auseinandersetzung mit der Frage nach Parole oder Dialog, Auffallen oder unsichtbar Bleiben, Kritik oder Utopie, usw. Wünschenswerte Voraussetzungen: Offenheit und Behutsamkeit sowie die Lust daran, an sich selbst Neues zu entdecken.
Danny Friedrich ist Theaterpädagoge, Performer, Kulturwissenschaftler mit den Schwerpunkten Gruppenprozesse, Dramaturgie, Regie, Bewegung, Rhythmus und Performance.
Konzeption und Leitung zahlreicher Workshops und Projekte im In- und Ausland, darunter Theater- und spartenübergreifende Performance-Projekte mit den Schwerpunkten Politisch Theater Machen, Schwarzsein/Weißsein, Empowerment, Transkulturalität, Intersektionalität und Postkolonialismus. Bisherige Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Theaterpädagog_innen – Menschen mit und ohne  Behinderungen / psychische Erkrankungen / Fluchterfahrung bzw. Migrationshintergrund.


Do it yourself! Fahrrad-Upcycling

Referenten: Christoph Hinz und Patric Matzke – Velokitchen Dortmund
Das Fahrrad ist neben der Kaffeemaschine nicht nur eins der praktischsten Alltagsgeräte. Jeder kennt es: Hier und dort fängt es an zu quietschen, zu knacken oder zu zischen und ehe man sich versieht geht etwas kaputt… Doch verbrauchte Ersatzteile müssen nach der Reparatur nicht immer sofort in den Müll, denn beim Upcycling wird mit ein wenig Handanlegen aus Müll wieder Brauchbares. Und somit wird das Fahrrad nicht nur zum praktischen Transportmittel oder stilvollem Accessoir sondern auch zur vielseitigen Schatzkiste für Bastelbegeisterte. Wenn ihr Lust zum Basteln habt seid ihr im Werkstattzelt genau richtig. Beim Werken mit alten Ersatzteilen könnt ihr verschiedene Komponenten vom Fahrrad genau unter die Lupe nehmen und
bereits Gebrauchtem wieder neues Leben einhauchen.



….und Action! – Kreative Aktionsformen für Umweltaktive

Referent: Giovanni Schulze – Aktionsakademie (attac)
Ob nun für die Rettung eines Urwalds oder gegen die Kohleverstromung. Gewitzte Protestformen machen am meisten Spaß! Welche Methoden gibt es, um in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit für Umwelt- und Klimaschutz zu schaffen? Entdecke in diesem Workshop die Vielfalt der politischen Aktionsformen: Von A wie Adbusting, über Kommunikationsguerilla, Street-Art, Theater bis Z wie Zeitungsplagiate.


Fermentierungs-Workshop

Referent: Hauke Reitz – Open Globe Dortmund
Fermentierung ist eine sehr alte Methode zur Haltbarmachung von Obst und Gemüse, die in vielen Kulturen zum kulinarischen Erbe gehört. Die fermentierten Produkte haben eine nachgewiesen positive Gesundheitswirkung aufgrund der Aktivierung von Milchsäurebakterien. Sie kommt völlig ohne externe Energiezufuhr aus und ist daher als klimaneutral anzusehen. Einmachgläser mit Schraubverschluss und Gemüse werden begrenzt gestellt, können aber gerne mitgebracht werden.



Den Widerstand trommeln – mit Menschen von „Rhythms of Resistance“
Drumming as defiance – with people from „Rhythms of Resistance“

Referentin: Luisa Menzemer – Open Globe
Was ist Widerstand? Wie klingt er? Heißt radikale Aktion immer aggressives Auftreten in schwarz? Oder  wie wäre es mit einer freundlichen Unberechenbarkeit in, sagen wir, pink und silber?
Rhythms of Resistance ist ein transnationales Netzwerk, das vom Samba inspirierte Trommelrhythmen und  Tänze als politische Aktionsform nutzt, um für soziale und ökologische Gerechtigkeit zu streiten und alle zu  unterstützen, die Ausbeutung, Diskriminierung und Unterdrückung erleben und bekämpfen.  In unserem Workshop wollen wir von der Entstehung, der Idee und den Aktionen unseres „pinken Blocks“ erzählen und  natürlich gemeinsam Trommeln. Mitmachen können 20-30 Interessierte. Musikalische Vorkenntnisse sind hilfreich, aber keineswegs notwendig.

What is resistance? What does it sound like? Does radical action always mean aggressive appearance in black? How about a friendly unpredictability in, let’s say, pink and silver?
Rhythms of Resistance is a transnational network using samba-inspired rhythms and dances as political form  of action to fight for social and environmental justice and to support those who experience and fight  exploitation, discrimination and oppression. In our workshop we want to talk about the origin, ideas and actions of the „pink block“ and play drums together. Around 20-30 people can participate in the workshop. Experience with rhythms is helpful but not at all required.


Hand Print: Beweg, was Dich bewegt!
Wandel politisch wirksam gestalten

Referent: Stefan Küper
Wir wissen, dass wir einen Wandel hin zur Nachhaltigkeit brauchen. Wir haben Ideen, was sich ändern soll – und dennoch ist konsequentes Verhalten nach diesem Prinzip selten. Warum ist das so und wie können wir den Wandel vorantreiben?

Der Germanwatch Hand Print will besonders wirksame Formen des Engagements fördern. Nach dem Motto „Strukturen verändern, Wandel gestalten“ fokussiert er auf einmischendes, auf politisches Engagement – jede/r dort wo er/sie steht. Denn es wird nicht reichen, wenn nur Einige ihren Konsum und ihre Lebensweise verändern – Nachhaltigkeit muss Mainstream werden.

Der Workshop mit Stefan Küper, NRW-Fachpromotor für Klima & Entwicklung bei Germanwatch, stellt die Idee des Hand Prints vor, erläutert Herausforderungen auf dem Weg zur Nachhaltigkeit und ermutigt dazu, Strukturen selbst zu hinterfragen. Der lösungs- und handlungsorientierte Ansatz will vom Wissen zum Handeln und vom Handeln zum Wandel führen.

Und du?
Du hast Fähigkeiten, die du mit anderen Teilen möchtest? Egal ob Yoga, Hula Hoop oder EU-Landwirtschaftspolitik – auf dem Camp wird es viel Raum geben, den du selber gestalten kannst.

Sonntag, 19.08.2018: Podiumsdiskussion


Energiewende – Ausstieg aus den fossilen Energien (speziell Braunkohle)

Mit der Energiewende hat sich die Bundesrepublik ein sehr
wichtiges, aber auch durchaus ehrgeiziges Projekt vorgenommen: Den Weg
von einer konventionellen Energiegewinnung auf Basis fossiler
Energieträger, welche eine enorme Belastung für unsere Umwelt
darstellt, hin zu einer umweltverträglichen Energiegewinnung auf Basis
erneuerbarer Energieträger. Dieses Ziel lässt sich selbstverständlich
nicht von heute auf morgen realisieren. Es kommt mit einer
Übergangsphase, in der zwar weiterhin konventionelle Energiegewinnung
betrieben wird, man aber diese durch neue erneuerbare Technologien
ersetzt. Dabei muss ständig evaluiert werden, wie diese Mischung
aktuell beeinflusst werden soll. Sollen wir Energieträger A zulasten
von Energieträger B ausbauen? Welche Rolle kann/sollte Energieträger C
in 10 Jahren spielen und welche Grundlagen müssen bis dahin geschaffen
werden?

Mitdiskutierende:
– Isabell Braunger, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der
Nachwuchsforschungsgruppe „CoalExit“ am Fachgebiet Wirtschafts- und
Infrastrukturpolitik der TU Berlin
– Dirk Jansen, Geschäftsleiter für Umwelt- und Naturschutzpolitik der
BUND-Landesgeschäftsstelle
– Manfred Maresch, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie ins Alsdorf
– Alexander Steffen, stellvertretender Landesvorsitzender für
Programmatik der Jungen Liberalen NRW