Presse

Pressekontakte:

 

Pressesprecher*in vor Ort:

Helene Nietert
E-Mail: helenenietert@gmail.com
Tel.: 01525 3628002

Malte Stocker
E-Mail: malte@campforfuture.de
Tel.: 0157 30140249

Pressekontakt BUNDjugend Landesgeschäftsstelle NRW:

Malte Stocker
E-Mail: malte@campforfuture.de
Tel.: 0157 30140249

 

Pressemitteilungen:

Soest, den 17.07.2018

camp for [future] – nach dem Erfolg vom letzten Jahr geht es bestärkt weiter

Auch dieses Jahr findet vom 17. bis zum 26. August 2018 das camp for [future] in Kerpen-Manheim

in direkter Nähe zum Rheinischen Braunkohlerevier statt. Wie auch 2017 können sich hier junge Menschen vernetzen, um sich gemeinsam mit Themen der Klimagerechtigkeit auseinanderzusetzen.

Vor dem Hintergrund der Kohlekommission, welche dieses Jahr ins Leben gerufen wurde und zur Aufgabe hat, ein Datum für den Kohleausstieg festzulegen und die sozialen Effekte des Strukturwandels abzufedern, möchten die Organisierenden des Camps einen Ort dafür schaffen, auch jungen Interessierten eine Stimme zu geben. Das bunte Programm richtet sich an alle Menschen, die sich mit Themen rund um die Energiewende und Nachhaltigkeit, globalen Zusammenhalt und das soziale Miteinander beschäftigen wollen. Vorkenntnisse sind dafür nicht nötig. Auch Menschen, die sich schon länger mit den Themen der ökologischen Zukunftsgestaltung auseinandersetzen, werden herzlich willkommen geheißen, um ihr Wissen zu vertiefen oder weiterzugeben.

Tagsüber angesetzt sind viele sowohl theoretische als auch praktische Workshops, Diskussionen und Aktionen, bei denen auf friedliche und kreative Art aufgezeigt wird, welche Handlungsmöglichkeiten Interessierten offen stehen. Auch für ein spannendes Abendprogramm ist gesorgt: Podiumsdiskussionen, Poetry-Slams, Konzerte, Partys und Lagerfeuer runden die Tage ab. Seinen unverwechselbaren Charakter erhält das camp for [future] hierbei durch den Mitmach-Faktor: Alle Teilnehmenden können ihre eigenen Ideen einbringen, das Programm und den Tag aktiv mitgestalten und sich untereinander austauschen, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Das Bildungscamp findet im Umfeld des Hambacher Tagebaus, der größten CO2-Quelle Europas statt. Daher hat auch der direkte Kontakt und Austausch mit den Bürger*innen und Aktivist*innen der Region für die Organisierenden einen hohen Stellenwert. Das camp for [future] wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gefördert und von engagierten Ehrenamtlichen sowie Mitarbeitenden des Trägers BUNDjugend NRW verwirklicht. Nach dem Erfolg des letzten Jahres will das Camp auch dieses mal wieder als Stimme in dem Prozess rund um Themenkomplexe der Klimagerechtigkeit und Zukunftsfähigkeit wahrgenommen werden.

Weitere Infos zum camp for [future] unter www.campforfuture.de

Ansprechpartner:

Mischa Ilgmann: Tel.: 02921 33 64 0 / mobil: 0177 174 89 78

Malte Stocker: Tel.: 02921 33 64 0 / mobil: 0157 3 014 024 9

(ARCHIV)Pressemitteilungen 2017:

 +++ Fahrraddemonstration „Tour de [future]“ +++
+++ Pinguine und Eisbären für Klimaschutz +++

Kerpen-Manheim, den 22. August 2017

Die Fahrraddemonstration „Tour de [future]“ rund um den Tagebau Hambach startet am Freitag, den 25.08., um 10 Uhr in Kerpen-Manheim vom camp for [future]. Die Teilnehmenden demonstrieren als Eisbären und Pinguine verkleidet gegen den Klimakiller Braunkohle, die Vernichtung wertvoller Natur- und Kulturlandschaften, Zwangsenteignung und die weitere Förderung des Autoverkehrs. Mit dem emissionsfreien Fahrrad setzt sich die Tour für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit ein und leistet einen wesentlichen Beitrag zu klima- und ressourcenschonendem Verkehr. Um auf das gewaltige Ausmaß des „größten Lochs Europas“ mit einer Betriebsfläche von 85 km² aufmerksam zu machen, umrundet die „Tour de [future]“ einmal den Tagebau Hambach. Die Strecke der Demonstration ist rund 50 km lang.

Die Route ist nicht willkürlich gewählt: Im Rahmen der Tour werden die vielfältigen negativen Folgen des Braunkohletagebaus öffentlich aufgezeigt und diskutiert. An verschiedenen Stationen wird die Demo auf die Zerstörung des Hambacher Forst und der an den Tagebau grenzenden Dörfer Manheim und Morschenich aufmerksam machen. Mit diesen Ortschaften sind es etwa 5.200 Menschen, die für den Tagebau ihre Heimat verlassen mussten und müssen. Auch die irreparablen Schäden an Grundwasserlandschaft, in Auebereichen und Gebäuden, die der Bergbau durch großflächigen Sümpfungen verursacht, werden besichtig. Die Route führt von Kerpen-Manheim einmal im Uhrzeigersinn um den Tagebau Hambach und wird voraussichtlich gegen 17:30 Uhr wieder auf dem camp for [future] sein.

Orte, an denen sich Demonstrant*innen anschließen können:
10:00 Uhr camp for future, Obstwiese nahe Friedensstraße (am Ortsausgang)
10:30 – 10:50 Uhr: Kerpen-Buir, Grundschule im Park
12:30 – 13:45 Uhr: Niederzier, Freizeitpark Ellbachaue
15:30 – 16:00 Uhr: Elsdorf, Jean-Klütsch-Platz
16:15 – 16:45 Uhr: Elsdorf, Aussichtspunkt Terra Nova

Für weitere Informationen und Pressekontakt vor Ort:
Malte Stocker, E-Mail: malte@campforfuture.de, Mobil: 0157 32239561

Links:
camp for [future]: www.campforfuture.de
BUNDjugend: www.bundjugend.de
Tour de [future]: https://www.campforfuture.de/programm/aktionen/

+++ Einladung zum Presse- und Fototermin +++
+++ camp for [future]: Mit Workshops und Aktionen gegen die Braunkohle +++

Berlin, den 17. August 2017

Das camp for [future] öffnet am 18. August seine Tore in Kerpen-Manheim. Als Teil der Aktionswochen für den Klimaschutz im Rheinland ist das Camp der Ort für junge Menschen ab 16 Jahren, die gemeinsam für das Ende der Braunkohle und für den Klimaschutz aktiv werden wollen.

Einladung zum Presse- und Fototermin
Medienvertreter*innen sind herzlich zu einem Pressetermin am 24. August um 14:30 Uhr auf dem camp for [future] eingeladen. Der Termin eignet sich für Foto- und Filmaufnahmen vom Camp-Leben und den kreativen Workshops der Jugendlichen. Zusätzlich stehen Lea Dehning und Malte Stocker aus dem Organisationsteam des camp for [future] für Interviews zur Verfügung.
Der Termin bietet sich zeitlich für Journalist*innen an, die um 10 Uhr den Pressetermin von Ende Gelände auf dem Klimacamp wahrnehmen wollen. Wenn Sie das Camp an einem anderen Tag besuchen möchten, bitten wir Sie, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Weitere Termine:
20.8., 20 Uhr, Podiumsdiskussion „Was kommt nach der Braunkohle? Und wie wird der Weg dorthin gerecht?“ mit Janna Aljets (BUNDjugend), Manfred Maresch (IG BCE) und Stefan Schlang (Buirer für Buir).
22.8., 20 Uhr, Podiumsdiskussion „Die Wirtschaft der Zukunft“ mit Nina Treu (Konzeptwerk Neue Ökonomie), Rolf Weber (Gemeinwohlökonomie) und Rico Grimm (Journalist).
25.8. Fahrraddemo Tour de [future] um den Tagebau Hambach. Start um 10 Uhr am Camp.
26.8., 12-14 Uhr, Rote Linie gegen Kohle. Ort: Hambacher Wald/Kerpen-Buir/Kerpen-Manheim. 15-17:30 Uhr: Abschlusskundgebung in Kerpen-Manheim
27.8. Kreative Kleingruppenaktionen von Straßentheater bis Urban Gardening

Hintergrund
Das camp for [future] findet als Teil der Klimaaktionen von 18. bis 29. August im Rheinland statt und ist diesen Sommer der Ort für junge Menschen, die sich für vielfältige Zukunftsthemen interessieren, spannende Lösungsansätze kennenlernen und gemeinsam mit viel Spaß selbst für den Klimaschutz aktiv werden wollen. In Kerpen-Manheim campen wir in direkter Nähe zu den Kohleabbaugebieten – Europas größter CO2-Quelle. Die Teilnehmenden erwartet ein buntes Programm an theoretischen und praktischen Workshops, Partys und Konzerten sowie gemeinsamen Aktionen gegen den Klimakiller Braunkohle und für den Klimaschutz. Trägerin des camp for [future] ist die Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUNDjugend).

Ort: Obstwiese neben dem Sportplatz in Kerpen-Manheim. Infos zur Anfahrt: https://www.campforfuture.de/sei-dabei/anfahrt/

Für weitere Informationen und Pressekontakt vor Ort:
Malte Stocker, E-Mail: malte@campforfuture.de, Mobil: 0157 32239561

Links:
camp for [future]: www.campforfuture.de
BUNDjugend: www.bundjugend.de
Rote Linie: http://zukunft-statt-braunkohle.de/rote-linie/

Pressemitteilung zum Aufbau-Start des camp for [future]

camp for [future] startet Aufbau

Kerpen-Manheim, 16.08.2017

Die BUNDjugend errichtet das Camp auf Obstwiese in Kerpen-Manheim.
Aktive freuen sich auf Austausch mit Kerpener Bevölkerung.

KERPEN-MANHEIM. Das Jugendbildungscamp „camp for [future]“ der BUNDjugend hat am Montag mit dem Aufbau des Camp in Kerpen-Manheim begonnen. Das Camp für junge Menschen ab 16 Jahren startet diesen Freitag mit einem bunten Programm an theoretischen und praktischen Workshops, Podiumsdiskussionen, Konzerten und einem Poetry Slam. Die Organisator*innen freuen sich über alle Menschen, die zum Camp kommen – ganz besonders über Kerpenerinnen und Kerpener. Der Kontakt und Austausch mit der lokalen Bevölkerung hat für das camp for [future] einen hohen Stellenwert, daher ist das Planungsteam bereits mit vielen Kerpener Vereinen in Kontakt getreten. In den nächsten Tagen werden nochmal gezielt Einladungen in Buir und Manheim verteilt. Diese wurden in mehrere Sprachen übersetzt, um auch geflüchtete Menschen aus Manheim anzusprechen. Ganz besonders möchte das Camp auf die zwei Podiumsdiskussionen aufmerksam machen. Am Sonntag, den 20.08., um 20h zum Thema: „Was kommt nach der Braunkohle? Und wie wird der Weg dorthin gerecht?“. Dort diskutieren Janna Aljets von der BUNDjugend, Manfred Maresch von der IG BCE und Stefan Schlang von den Buirer für Buir, wie man einen demokratischen und gerechten Wandel im Rheinischen Revier gestalten kann. Am Dienstag, den 22.08., ebenfalls um 20Uhr, geht es dann um „Die Wirtschaft der Zukunft“. Nina Treu vom Konzeptwerk Neue Ökonomie, Rolf Weber von der Gemeinwohlökonomie und der Journalist Rico Grimm gehen unter anderem Fragen, wohin sich die Weltwirtschaft derzeit entwickelt, wie ein solidarisches und nachhaltiges Wirtschaftssystem Wirklichkeit werden kann und welche Ideen für alternative Wirtschaftsformen es bereits gibt. Ab dem 26.08. beteiligt sich das camp for [future] im Rahmen der Aktionstage im rheinischen Braunkohlerevier mit Aktionen gegen den Klimakiller Braunkohle und für den Klimaschutz. Nächste Woche Freitag startet vom Camp die Fahrraddemo „Tour de [future]“, die einmal den Tagebau Hambach umrundet, am Samstag, den 27.08., wird das Camp Teil der von einem breiten Bündnis getragenen „Roten Linie Aktion“ und für Sonntag, den 28.08., sind kreative Performance- und Begrünungsaktionen geplant.

Pressekontakt:
Malte Stocker
Mobil: 0157 3014 0249
E-Mail: malte@campforfuture.de
Links:
https://www.campforfuture.de/
https://www.bundjugend.de/

Pressemitteilung zum Camport des camp for [future]

Jugendbildungcamp nach langem Tauziehen als Versammlung zugelassen
camp for [future] findet in Kerpen-Manheim statt

Soest, 10. August 2017.

Das Jugendbildungscamp „camp for [future]“ der BUNDjugend wurde nach langem Tauziehen von der Versammlungsbehörde in Kerpen-Manheim zugelassen. Die Jugendorganisation BUNDjugend hatte als Veranstalter monatelang nach einem Ort für das Camp gesucht, von den Kommunen jedoch stets Absagen erhalten. Zuletzt hatte die BUNDjugend das Camp als Versammlung auf der Festwiese in Kerpen-Buir angemeldet. Darauf folgte die Absage der Versammlungsbehörde. Nun wurde die Versammlung von der zuständigen Behörde nach Kerpen-Manheim verschoben.

„Wir sind erleichtert, dass uns über den Weg der Demo-Anmeldung nun eine geeignete, alternative Campfläche in Kerpen-Manheim angeboten wurde, unser Durchhaltevermögen hat sich am Ende gelohnt.“ sagt Malte Stocker vom camp for [future]. „Es ist jedoch erschreckend, dass Kommunen der Jugendarbeit derartig Steine in den Weg legen und uns trotz hoher Kooperations- und Gesprächsbereitschaft die gewünschte Fläche in Buir verwehrt wurde.“

Die BUNDjugend konstatiert, dass sich das ohnehin schwierige politische Klima für den Klimaprotest in der Region um die Tagebaue nach G20 weiter verschlechtert habe. Stimmen aus Politik und Medien hätten eine ähnliche Situation wie in Hamburg auch für das Rheinische Braunkohlegebiet heraufbeschworen und somit versucht, Protest über einen Kamm zu scheren, zu kriminalisieren und Ängste schüren. „Die aufgeheizte Stimmung spürten wir deutlich bei der Bevölkerung vor Ort, selbst der Bürgermeister von Kerpen spielte mit einem Facebook-Post auf die Situation in Hamburg in Verbindung mit unserem Jugendcamp an“, so Stocker.

Derlei Unterstellungen kann Malte Stocker nicht nachvollziehen: .„Die BUNDjugend ist ein gemeinnütziger Verein und anerkannter Jugendverband. Das Camp wird durch öffentliche Gelder gefördert. „Alleine schon deswegen sind wir weit entfernt von etwaigen ‚Krawallmachern‘,“ so Stocker.

Dialog und der direkte Austausch mit den Bürger*innen vor Ort sind ein zentrales Ziel der Veranstalter. Durch die Verlegung des Camps in ein größtenteils umgesiedeltes Dorf wird dieses Vorhaben erheblich erschwert, doch Stocker zeigt sich optimistisch : „Wir freuen uns auf das Camp und bemühen uns weiterhin um den Kontakt mit den Menschen vor Ort.“ So Stocker und lädt die Bürger*innen der Region herzlich ein, zum Camp zu kommen. Besonders zu den Podiumsduiskussionen wie beispielsweise am 20.8. um 20h zum Thema: „Was kommt nach der Braunkohle? Und wie wird der Weg dorthin gerecht?“

Hintergrund

Das camp for [future] findet als Teil der Klimaaktionen von 18. bis 29. August im Rheinland statt und ist diesen Sommer der Ort für junge Menschen ab 16 Jahren, die sich für vielfältige Zukunftsthemen interessieren, spannenden Lösungsansätze kennen lernen und gemeinsam mit viel Spaß selbst für den Klimaschutz aktiv werden wollen. Vorwissen wird nicht vorausgesetzt. Die Teilnehmenden erwartet ein buntes Programm an theoretischen und praktischen Workshops, Partys und Konzerten sowie gemeinsame Demos und Aktionen gegen den Klimakiller Braunkohle und für den Klimaschutz. Träger des camp for [future] ist die BUNDjugend.

Pressekontakt:

Malte Stocker
Tel.: 02921/33 64 0
Mobil: 0157/3 014 024 9

E-Mail: malte@campforfuture.de

Links:
https://www.campforfuture.de/
https://www.bundjugend.de/

Offener Brief als Reaktion auf die Stellungnahme der CDU-Buir (vom 4. Juli 2017) zur Schule im Park als Ort für das camp for [future].

Soest, den 10.07.2017

Sehr geehrter Herr Polizeipräsident Weinspach,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Spürck,
sehr geehrte Damen und Herren der CDU Buir,
liebe Kerpener und Kerpenerinnen, liebe Buirer und Buirerinnen!

Zur Klärung vorab: Das „camp for [future]“ ist eine auf die Meinungsbildung und -äußerung gerichtete öffentliche Veranstaltung, die somit unter den Schutz des Versammlungsrechts fällt. Wie bei vielen anderen Demonstration soll diese mit Musik aufgelockert werden. Dies entspricht dem jungen Charakter der Veranstaltung. Alleine dort am Rand des größten Tagebaus und der größten CO2-Quelle Europas präsent zu sein und an Alternativen zu arbeiten ist schon eine politische Botschaft.

Da wir trotz des Protestcharakters unseres Camps auf Dialog ausgerichtet sind, haben wir zunächst auf kooperativem Wege eine geeignete Fläche gesucht. Hierzu haben wir Herrn Bürgermeister Spürck bereits am 18. März angeschrieben. Nach mehrmaligem Erinnern hatten wir schließlich am 8. Mai ein ausführliches und gutes Gespräch mit der Verwaltungsspitze der Stadt (Herr Canzler, Herr Schwister und weitere Vertreter). Bei diesem Termin hatten wir für das Camp insbesondere die Flächen um die Grundschule im Park angedacht, haben jedoch ebenso nach Alternativen gefragt. Nicht zuletzt haben wir eine Zusammenarbeit mit der Stadt angeregt. Auf diesem Wege, über eine Kooperation, wollten wir auch unbegründete Sorgen über etwaiges mit dem Camp einhergehendes unfriedliches Verhalten verhindern. Derlei Sorgen sind und bleiben unbegründet. Alle Mutmaßungen über mit dem Camp zu befürchtenden Beeinträchtigungen der öffentlichen Sicherheit entbehren jeder Basis. Wir organisieren ein Camp für junge Menschen, die friedlich demonstrieren wollen!

Die Stadt war jedoch leider nicht bereit, uns auf kooperativem Wege eine Fläche zur Verfügung zu stellen. So wurde die Nutzung der anvisierten Grünflächen um die Grundschule im Park abgelehnt ohne Alternativen zu benennen. Die Stadt hat damit letztlich jegliche Diskussion über die Umsetzung des Camps verweigert. Ebenso haben die Nachbarkommunen Elsdorf und Merzenich reagiert. Weil sich unser Camp gegen RWE und somit den größten Landbesitzer der Region richtet, scheiterten auch all unsere Versuche, in der Region private Flächen für das Camp zu bekommen. Dafür ist das Camp eindeutig zu politisch. RWEs offensive Verhinderungspolitik tut hierzu ihr Übriges.

Was bleibt ist das Versammlungsrecht, das – aus gutem Grund – sicherstellt, dass solche Veranstaltungen wie das „camp for [future]“ nicht (politisch) verhindert werden können, dass sie im Zweifelsfall auch gegen den Willen einer Kommune auf öffentlichem Grund stattfinden können. Dieses Recht nutzen wir nun, damit das Camp stattfinden kann.

Der Dialog mit den Anwohnern von Buir und der Stadt als Besitzerin des Festplatzes ist uns weiterhin wichtig. Wir nehmen die Sorgen und Ängste ernst und waren daher am vergangenen Montag direkt nach unserer Pressekonferenz vor Ort, um die Nachbarn des Festplatzes über unser Kommen im August zu informieren. Aber, wir lassen uns unser Demonstrationsrecht nicht nehmen! Friedlich, lautstark und mit guten Argumenten wollen wir unserer Meinung Gehör verschaffen!

Das „camp for [future]“-Planungsteam

Hier finden Sie den offenen Brief als PDF zum Download

Am 03.07.17 hatten wir in Kerpen-Buir, im Restaurant „Em Verzellchen“, eine Pressekonferenz.
Es ging darum, dass uns die Kommunen im Revier keine Fläche für unser Camp zur Verfügung stellen wollen.

PRESSEMITTEILUNG Kerpen, den 03.07.2017

(K)ein Platz für Protest?!?
BUNDjugend setzt Camp in Kerpen-Buir mit Demonstrationsanmeldung durch

Für Ende August plant die BUNDjugend das camp for [future], auf dem sich rund 300 junge Menschen über Themen wie Klimaschutz, Zukunftsfähigkeit und globale Gerechtigkeit austauschen. Das von Jugendlichen aus vielen Organisationen unterstützte Camp soll im Umfeld des Tagebau Hambach gekoppelt mit zahlreichen friedlichen Protesten stattfinden. Für das Camp wurde nun der Festplatz in Kerpen-Buir als Demonstrationsort angemeldet. Mit der Anmeldung als Demonstration ziehen die Klimaschützer*innen die Konsequenz aus der Weigerung der umliegenden Kommunen, für die Veranstaltung eine Fläche zur Verfügung zu stellen und nutzen somit das Demonstrationsrecht um ihr Anliegen durchzusetzen.

Bei ihrer Suche nach einer Campfläche mussten die Organisator*innen erkennen, dass sich private Landbesitzer*innen der Region aus Furcht vor Nachteilen nicht in der Lage sehen, ihre Flächen zur Verfügung zu stellen. So richtete die BUNDjugend ihr Augenmerk bei ihrer Suche auf öffentliche Flächen und warb bei den Kommunen für ihr Bildungs- und Protestcamp. Doch die Städten und Gemeinden der Region erklärten unisono, dass sie keinen Platz hierfür haben. Zuletzt erteilte die Stadt Kerpen dem Jugendverband eine Absage.

Die Initiative Buirer für Buir, die sich für die Durchführung des Camps in ihrem Ort stark gemacht hat, ist entsetzt. „Ich schlage vor, die Stadt für den Preis >da schaut selbst Kolping betreten weg< vorzuschlagen“, so deren Mitstreiter Gerhard Kern. Antonia Blind, Vorstandsmitglied der Landeschüler*innenvertretung NRW, wundert sich, wie hier Jugendarbeit behindert und Protest zu verhindern versucht wird, „Überall wird die Politikverdrossenheit Jugendlicher beklagt, hier, wo sich Jugendliche engagieren, werden ihnen Knüppel zwischen die Beine geworfen.“

Nach der Absage der Kommunen lassen sich die Organisator*innen mit ihrem Camp jedoch nicht einfach wegbitten. „Wir können doch nicht dulden, dass eine kritische Auseinandersetzung Jugendlicher mit Zukunftsfragen und Proteste in dieser Weise verhindert werden“, so Malte Stocker von der BUNDjugend NRW, „folglich haben wir das Camp als Demonstration angemeldet“. Dabei berufen sich die Organisator*innen auf das grundgesetzlich geschützte Demonstrationsrecht, für Versammlungen, die der Meinungsbildung und -äußerung dienen. Dennoch bauen bzw. hoffen sie weiter auf Dialog und appellieren an die Stadt, dass diese ihren Teil dazu beiträgt, dass ein friedliches, auf Dialog zielendes Camp stattfinden kann.

Weitere Infos zum camp for [future] unter www.campforfuture.de

Ansprechpartner:
Stefan Förster Tel. 02921/346944 / mobil 01514 1606 282
Malte Stocker Tel. 02921/33640 / mobil 0157 30140249

Hier finden sie die Pressemitteilung als PDF zum Download